Eisen(III)-oxid ist ein stabiles Oxid des Eisens. Es ist unter anderem ein Bestandteil des Rostes und verursacht dessen Farbe. Es kristallisiert in der Korund-Struktur.

Herstellung

Es ist möglich, rotes Eisenoxid unter anderem durch Brennen von Eisen(III)-oxidhydroxid zu gewinnen. Dabei wird gelbes Eisenoxid auf über 200 °C erhitzt, wobei sich Wasserdampf bildet.

Bedeutung und Verwendung

Eisen(III)-oxid, reines Pulver

Eisen(III)-oxid wird als Pigment verwendet und als Eisenoxidrot bezeichnet. Der Farbton variiert dabei etwa zwischen rotorange und tiefrot;[4] auch ist es Hauptbestandteil der natürlichen roten Erden.

Als magnetisierbares Material wird Eisen(III)-oxid als Aufzeichnungsschicht für Tonbänder verwendet. Eisen(III)-oxid ist außerdem Bestandteil von superparamagnetischen Eisenoxid-Nanoteilchen, die in der Magnetresonanztomographie und besonders der molekularen Bildgebung als Kontrastmittel Verwendung finden.

Es wird außerdem beim Thermitverfahren in Verbindung mit Aluminium verwendet:

Elementares Aluminium setzt sich mit Eisen(III)-oxid zu elementarem Eisen und Aluminium(III)-oxid um.

In der frühen Neuzeit wurde es auch durch Destillation von Eisensulfat (grünem Vitriol) gewonnen (caput mortuum, Totenhaupt) und als rote Malerfarbe verwendet.[5]

Vorkommen

Eisen(III)-oxid kommt als Mineral in der Natur in zwei Modifikationen vor:

  • Hämatit (Blutstein) Fe2O3, trigonales Kristallsystem
  • Maghemit (Maghämit) Fe2O3, kubisches Kristallsystem

Siehe auch

Weblinks

Commons: Eisen(III)-oxid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Eisenoxide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 10. November 2014.
  2. a b c d Eintrag zu Eisen(III)-oxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3. August 2007. (JavaScript erforderlich)
  3. a b Datenblatt Iron(III) oxide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 29. März 2011 (PDF).
  4. etwa DIN 6164 6 bis 8 Kurt Wehlte: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Otto Maier, Ravensburg 1967, ISBN 3-473-48359-1 (früher: ISBN 3-473-61157-3) S. 113.
  5. Heinrich Schönemann: Aus der Geschichte der Chemie: Von den Vitriolen zur Schwefelsäure