Abwicklung eines Blechteils

Als Blechabwicklung oder auch Platine wird der ungebogene Zustand eines Bleches bezeichnet, der für die Herstellung eines Blechprodukts durch Abkanten benötigt wird.

Bei der Gestaltung von Produkten aus Blech wird in der Regel zunächst die gewünschte Form des fertig gekanteten Teils festgelegt und anschließend die dazu erforderliche Abwicklung ermittelt. Hierzu werden in der Praxis 3D-CAD-Systeme verwendet, die anhand der Fertigteilgeometrie nahezu automatisch die Abwicklung erstellen können, z. B.

Für die Ermittlung einer passenden Blechabwicklung ist ein geeignetes Verfahren zur Bestimmung der Biegeverkürzung erforderlich.

Die Darstellende Geometrie bietet auch Verfahren zur Abwicklung von Kegeln und anderen Übergangsstücken, die ebenfalls durch Abkanten oder durch Rundwalzen hergestellt werden. In Abb. 2 sieht man die idealisierte Darstellung eines Rund-Eckig-Übergangsstücks. Zur Erstellung einer Blechabwicklung wird das Modell (gedanklich) facettiert (Abb. 3) und kann anschließend abgewickelt werden (Abb. 4).

Literatur

  • Laskowski, Max; John, Georg: Praktische Blechabwicklungen. Anleitungen für technische Zeichner, Anreißer, Kessel-, Behälter- und Apparatebauer [...]. Berlin: Huss-Medien, 2008, ISBN 978-3-341-01545-2

Siehe auch