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Cadmiumelektrolyte sind wässrige Lösungen, die in der Galvanotechnik zur Erzeugung eines Cadmiumüberzugs auf Metall- und Kunststoffgegenständen verwendet werden.

Die gebräuchlichsten Cadmiumelektrolyte sind Lösungen auf der Basis des Komplexsalzes Na2[Cd(CN)4].[1] Saure Cadmiumelektrolyte für Spezialzwecke sind auf Basis von Fluoroborat aufgebaut, wie zum Beispiel Cadmiumtetrafluoroborat. Der Vorteil der cyanidischen Elektrolyte ist die bessere Streuung. Der Vorteil der sauren Elektrolyte ist die Vermeidung von Wasserstoffversprödung durch den 100-prozentigen Wirkungsgrad.

Cadmium ist dem Zink sehr ähnlich. Die vorteilhaften Eigenschaften von Cadmium gegenüber Zink liegen im Korrosionsschutz, ohne Weißrost zu bilden.[1]

Aufgrund der Toxizität von Cadmium ist die Verwendung in der Europäischen Union bei Elektro- und Elektronikgeräten durch die RoHS-Richtlinien beschränkt und nur noch in Ausnahmen erlaubt.[2]

Einzelnachweise

  1. a b Bernhard Gaida: Galvanotechnik in Frage und Antwort. 5. Auflage. Band 1. Leuze Verlag, Saulgau / Württemberg 1989, ISBN 3-87480-049-0, S. 238 ff.
  2. Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2011 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS 2)