Als Rieselfähigkeit wird das Ausmaß der freien Beweglichkeit oder das Fließverhalten von Schüttgütern bezeichnet. Sie wird beeinflusst durch dessen Beschaffenheit – insbesondere von Korngröße, Kornverteilung, Oberflächenbeschaffenheit der Körner, Wassergehalt bzw. Feuchte, Beimengungen von Trennmitteln und Fremdkörpern. Die Rieselfähigkeit ist eine wesentliche Kenngröße zur Kontrolle von sowie der und Lagerhaltung.

Messverfahren

Die Bestimmung der Rieselfähigkeit erfolgt beispielsweise mit Messtrichtern oder speziellen Rieselfähigkeitsprüfgeräten, wobei die bei vorgegebener Masse oder vorgegebenem Volumen als Vergleichswert gemessen und in Sekunden angegeben wird.

In der Norm DIN EN ISO 6186 werden zwei Verfahren zur Messung der Rieselfähigkeit von Kunststoffgranulaten beschrieben. Bei beiden kommen Prüftrichter mit verschiedenen Auslauföffnungsgrößen zum Einsatz, ferner eine Stoppuhr und eine Waage. Für die Messung werden 150 g der Probe in den unten verschlossenen Trichter geschüttet. Der Verschluss wird dann geöffnet und gleichzeitig die Stoppuhr gestartet. Sobald der Trichter leer ist wird die Stoppuhr angehalten und die Rieselzeit abgelesen (Verfahren A).

Für genauere Messungen (Verfahren B) können z. B. drei Messungen durchgeführt und der Mittelwert der gemessenen Zeiten gebildet werden.

Siehe auch